Fachtagung 10 Jahre ESF geförderte Programme für Flüchtlinge

   

Fachtagung der niedersächsischen IvAF-Verbünde AZF III, FairBleib, Netwin3 und TAF sowie des Bremer Verbundes BIN zu 10 Jahren Erfahrungen in der Integration und Vermittlung von Flüchtlingen in Ausbildung und Arbeit

Anmeldung

Auf dieser Veranstaltung werden Herausforderungen und Erfahrungen in der Arbeitswelt bei der Integration von Flüchtlingen in Arbeit, Ausbildung und Qualifizierung gesammelt, ausgetauscht und kritisch diskutiert. Beiträge aus Politik, Verbänden und Wissenschaft werden ergänzt von Inputs aus der Praxis, um zu einer produktiven Gesamtschau zu kommen. Die Tagung wird somit von Inputs, aber auch genug Zeit für Austausch und Diskussion geprägt sein. Eingeladen sind Alltagsexpert/innen genauso wie jene aus Politik, Wissenschaft und Verbänden. Hier das vorläufige Tagungsprogramm

Erfahrungen aus der Integration von Asylbewerber/innen und Flüchtlingen in Arbeit und Ausbildung im Rahmen des ESF-Programms

07.02.2019, Toto-Lotto-Saal beim Landessportbund, Ferdinand-Wilhelm-Fricke-Weg 10, 30169 Hannover

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Hiermit melde ich mich zur Fachtagung “10 Jahre ESF geförderte Programme für Flüchtlinge” am 07.02.2019 in Hannover an:


Zuletzt bitten wir Sie, sich am Ende des Formulars für eine der folgenden Tischrunden einzutragen.

Tisch 1: "Herausforderung Übergang Schule/Beruf"
Als Jugendliche nach Deutschland eingereiste Flüchtlinge haben i.d.R. nur einen kurzen Zeitraum, bis ihre Schulpflicht erlischt. Dementsprechend haben viele junge Geflüchtete beim Verlassen der Schule keine ausreichenden Deutschkenntnisse und oft auch keine hinreichende Grundbildung für eine erfolgreiche Ausbildung oder EQ. Gleichzeitig ist für nicht wenige die Ausbildung der einzige Weg zu einem Aufenthalt. Welche Erfahrungen wurden hierzu gemacht? Welche zielführenden Unterstützungsangebote gibt es, welche wären nötig?

Tisch 2: "Perspektiven für Flüchtlinge mit geringen Formalqualifikationen im Arbeitsmarkt"
Personen ohne Berufsabschluss haben es generell schwer eine Arbeit zu finden, von der sich ein Lebensunterhalt bestreiten lässt. Kommen geringe Deutschkenntnisse und ein prekärer Aufenthaltsstatus hinzu, dann sinken die Chancen weiter deutlich. Gibt es Wege, trotz geringer formeller Berufsqualifikation eine erfolgreiche berufliche Karriere, eine erfoderliche nachhaltige Arbeitsmarktintegration einzuschlagen? Welche Wege der Qualifizierung, Weiterbildung, Fortbildung, Umschulung, geförderten Beschäftigung und der beruflichen Reha-Maßnahmen stehen Flüchtlingen in welcher Lage offen? Wie zielführend sind die vorhandenen Angebote um arbeitsmarktliche Defizite auszugleichen? Wie kann ein Aufenthalt gesichert werden?

Tisch 3: "Umsetzung der Bleiberechtsregelung (§25,5//25a/b)"
Die Erteilungen von Aufenthaltserlaubnissen an langjährig Geduldete aufgrund von Integrationsleistungen (Arbeit, Ausbildung, etc.) bleiben weit hinter den Erwartungen zurück. Welche praktischen Schwierigkeiten kommen bei der Erlangung einer der Aufenthaltserlaubnisse auf Grundlage bestehender Bleiberechtsregelungen zum Tragen? Wie kann die Integration in Ausbildung oder den Arbeitsmarkt stärker honoriert werden?

Tisch 4: "Sprache als Integrationsfaktor“
Wie sieht der Zugang zum Spracherwerb und die Kontinuität des Spracherwerbs aus? Wie lange bzw. bis zu welchem Niveau soll der Spracherwerb gehen, bevor man in die Berufsorientierung geht? Wie wichtig ist ein differenziertes System des Spracherwerbs und ggf. der Sprachförderung (z.B. Akademiker, Schnelllerner, Bildungsferne)? Wie wichtig ist die Lernbegleitung? Sprachförderung am Arbeitsplatz - Ein Mythos oder kann es funktionieren?

Tisch 5: "Perspektiven Geflüchteter in Ausbildungsduldung"
Mit der sog. „3+2-Regelung“ wurden rechtliche Möglichkeiten geschaffen, Asylsuchenden, die im Asylverfahren erfolglos waren, über eine anerkannte Ausbildung eine Bleibeperspektive zu eröffnen. Diese Regelung trifft auf den Bedarf von Unternehmen an Auszubildenden, die in den Geflüchteten ein entsprechendes Potenzial sehen, gleichzeitig aber auch Rechtssicherheit erwarten, damit Ausbildungsverhältnisse erfolgreich zustande kommen und durchgeführt werden können. In dieser Tischrunde sollen Chancen und Schwierigkeiten vor dem Hintergrund praktischer Erfahrungen mit der „3+2-Regelung“ diskutiert werden.

Tisch 6: "Ausbildung unter schwierigen Bedingungen - Unterstützung und Vermeiden von Abbrüchen“
Mit Beginn der Ausbildung stehen neben der (Fach-) Sprache für die jungen Geflüchteten vielfältige Herausforderungen im Fokus: eine oftmals ungeklärte Aufenthaltssituation, traumatische Erfahrungen, ein ungewohntes Lernszenario, Prüfungsdruck, das Zurechtfinden in der deutschen Arbeitskultur oder Fragen von Wohnraum und Mobilität. Hier sollen konkrete Unterstützungswege aufgezeigt werden, die über den Einzelfall hinaus weisen.

Tisch 7: "Kooperationen mit Arbeitgebern zur Integration in Ausbildung/Beschäftigung (Praxisbeispiele)“
Die Ausbildung und Beschäftigung von Geflüchteten bleibt für viele Arbeitgeber voraussetzungsvoll. Fragestellungen wie der Zugang zur Zielgruppe, der Zugang zu Förderleistungen sowie nicht zuletzt der tägliche Umgang mit Menschen unterschiedlicher kultureller Prägung machen die Kooperation mit Unternehmen zu einer beratungsintensiven Tätigkeit. Herausforderungen bei der Beschäftigung und die Formulierung von Gelingensvoraussetzungen für eine erfolgreiche Integration von Menschen mit Fluchthintergrund werden diskutiert

Tisch 8: "Reha und Trauma"
Für durch Krankheit und / oder Trauma nur eingeschränkt erwerbsfähige Personen gibt es spezielle Förderbedarfe und Möglichkeiten, die allerdings nur sehr eingeschränkt genutzt werden. Woran liegt dies, und wie lässt sich das ändern? Hier geht es um Erfahrungen, Schnittstellen und Verbesserungsvorschläge.

Tisch 9: "Mehrfachbenachteiligung geflüchteter Frauen auf dem Arbeitsmarkt"
Geflüchtete Frauen werden als Geflüchtete und Frauen doppelt benachteiligt. Hinzu kommen spezifische Probleme für Mütter von kleinen Kindern, traumatisierte Frauen, AnalphabetInnen oder diejenigen mit geringer Schulbildung etc. Wir werden lebensnah und anhand von konkreten Beispielen diese Benachteiligungen darstellen und über gezielte Förderungsmöglichkeiten diskutieren.

Ihre Auswahl

Hiermit erkläre ich mich damit einverstanden, dass meine Daten ausschließlich für Veranstaltungszwecke verarbeitet und intern verwendet werden, sowie auf einer Teilnehmenden-Liste erscheinen wird. Die Datenschutzerklärung habe ich zur Kenntnis genommen.


Alternativ können sie sich auch per mail bei Stefan Klingbeil, Flüchtlingsrat Niedersachsen anmelden.

Eine Veranstaltung im Rahmen der Integrationsrichtlinie Bund

Die IvAF-Netzwerke in Niedersachsen und Bremen werden im Rahmen der ESF-Integrationsrichtlinie Bund im Handlungsschwerpunkt Integration von Asylbewerber/-innen und Flüchtlingen (IvAF) durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert gefördert.