Praktikum im IfaK

Mein Name ist Maria Ghadiri. Ich machte im Februar 2019 ein Praktikum beim IfaK. Als ich vom IfaK durch Internetrecherchen hörte, wusste ich, dass ich am liebsten dort mein Schülerpraktikum absolvieren würde, da dort verschiedenste Kulturen, umweltfördernde Projekte, wie beispielsweise der fair produzierte Fußball, die Zusammenarbeit und Hilfe für Menschen im Fokus stehen.

Dem Projekt FairBleib zugeteilt, lernte ich die verschiedenen Aufgaben von Frau Demir, Frau Tusch und Frau Schellenberg, die die Grundintention der Hilfe für Geflüchtete zur Integration in den Arbeitsmarkt verfolgen, kennen.

Während der zwei Wochen, war ich bei Beratungen mit den Teilnehmern des Projektes, operativen Treffen und Besprechungen dabei. Darüber hinaus wurde ich in die verschiedenen Büroarbeiten eingewiesen und konnte so auch ein wenig arbeiten.

Es war wirklich eine sehr aufschlussreiche Erfahrung, die ich machen durfte. Die Geschichten von geflüchteten Menschen und ihren Problemen hierzulande sind alle sehr unterschiedlich und nahezu unvorstellbar. Auch die Kommunikation kann sich schwierig gestalten, zumal sprachliche Unverständlichkeiten und oder Missverständnisse bezüglich der Vorschriften und Regelungen entstehen können. Mir wurde zudem immer bewusster, wie sehr die Politik des Landes in der Integration von Geflüchteten viel zu grobe Vorschriften vorgibt, die die Chance auf Bildung und die anschließende Möglichkeit des Eintritts in den Arbeitsmarkt um einiges erschwert.

Die Bibliothek bzw. das Archiv des IfaK hat hierzu und zu anderen internationalen entwicklungspolitischen Themen ein umfangreiches Sortiment an Büchern, Filmen, Spielen und Zeitschriften verschiedener Jahre, die für alle zugänglich sind.

Was mich sehr erfreut hat, ist, dass jeder Fall sehr ernst genommen wird und mit diesem verantwortungsvoll und sorgfältig umgegangen wird. Die Teilnehmer/-innen von FairBleib werden bei ihrem Weg zur Integration sehr gut unterstützt und können sich auf jede Hilfe, sei es Nachhilfe oder konkrete Fragen zu Angehörigen im Ausland, verlassen.

Im IfaK herrscht eine sehr kreative und herzliche Atmosphäre. Es gibt viele unterschiedliche Projekte. Ein toller Aspekt daran ist, dass sich die Leitenden eines Projektes in Angelegenheiten, die außerhalb ihrer Zuständigkeit liegen, sich mit einem anderen Projekt austauschen können, um dann eine Lösung für das Problem zu finden.

In den Medien wird bereits eine Perspektive vermittelt, die aufzeigt, welche Schwierigkeiten Flüchtlinge in ihrer Heimat hatten und welche Herausforderungen sie noch erwarten.

Darüber hinaus aber, hatte ich die Chance einige der Betroffenen kennenzulernen, wodurch mir bewusster wurde, dass die Flucht aus der eigenen Heimat längst nicht der endgültige Abschied derer bedeutet.